Die Erleichterung war
deutlich spürbar im Sportcasino.
Der Stadtsportverband (SSV) existiert weiter, das lange über dem Dachverband der
Mendener Sportvereine schwebende Damoklesschwert einer Auflösung wurde am
Freitagabend abgewendet. Die Delegierten wählten auf der außerordentlichen
Mitgliederversammlung ein Führungsgremium, das nach der gescheiterten
Jahrestagung am 16. September im Vorfeld auf den wichtigsten Positionen doch
noch aus dem Hut gezaubert werden konnte.
Dass der neue SSV-Vorstand die Schwerpunkte seiner Arbeit auf den
sportpolitischen Sektor richtet (die WP berichtete), kam für die
Vereinsvertreter vielleicht etwas überraschend, aber der anschließend gewählte
Vorsitzende Georg Weingarten hatte dies in einer Voraberklärung bereits deutlich
gemacht und die zukünftigen Ziele der SSV-Vorstandsarbeit verdeutlicht. Dass man
den „Ball des Sports“ 2012 ausfallen lassen wird, wurde kontrovers diskutiert.
Im Raum standen sogar zwei Jahre, hier folgten die Delegierten aber dem
Vorschlag von Hannelore Rumpenhorst (TB Bösperde), die Veranstaltung erst einmal
nur ein Jahr ruhen zu lassen. Ändern wird man auf jeden Fall den Wahlmodus.
Der SSV möchte die Vereine stärker einbinden und jeder der in Frage kommenden
Abteilungen ein Stimmrecht zukommen lassen.
Außerdem sollen
Sportschuss, Mendener Sport-Journalisten sowie der SSV-Vorstand abstimmen
dürfen. Es soll zukünftig fünf Kategorien geben: Sportler, Sportlerin,
Mannschaft, Senioren- und Nachwuchssportler des Jahres.
Außerdem wird es die
Sonderkategorie „Fighting Spirit“ (Sportler oder Sportlerinnen, die sich durch
besonderen Einsatz und Leistungsbereitschaft im Verein verdient gemacht haben
und somit eine Vorbildfunktion darstellen) geben. Entsprechende Kandidaten
müssen dabei von den Vereinen benannt werden.